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Geschichte

Ursprünge

Lärmende Umzüge mit Masken dämonischer Gestalten, wilder und zahmer Tiere wurden bereits um 500 n. Chr. von Caesarius von Arles im Zusammenhang mit den Kaiendenfeiern (römisch-germanische Neujahrs- und Weihnachtsfeste) beschrieben. Die Bezeichnung Percht entwickelte sich jedoch erst später heraus.

Der Krampusbrauch war ursprünglich im gesamten Habsburgerreich und den angrenzenden Gebieten verbreitet. In der Zeit der Inquisition wurde er verboten – es war bei Todesstrafe niemandem erlaubt, sich als teuflische Gestalt zu verkleiden. In schwer zugänglichen Orten wurde der Winterbrauch dennoch weitergeführt.

17. bis 19. Jahrhundert

Ausgehend von den Klosterschulen (Kinderbischofsfest) entwickelte sich seit Mitte des 17. Jahrhunderts der Einkehrbrauch: Begleitet von Schreckgestalten, Teufeln und Tiermasken (Habergeiß) prüft und beschenkt der Heilige Nikolaus die Kinder, während die Unartigen vom Krampus bestraft werden. In der Gegenreformationszeit entstanden Stubenspiele, die bis heute in Bad Mitterndorf, Tauplitz und Pichl-Kainisch (Salzkammergut), im Salzburger Land und in Tirol existieren.

Seit dieser Zeit bildeten sich die Krampuspassen parallel zum Perchtenlauf, an denen traditionell nur die wehrfähigen, unverheirateten Männer des Dorfes teilnehmen durften. Ab dem mittleren 19. Jahrhundert wurden diese Veranstaltungen wieder öffentlich.

Renaissance im 20. Jahrhundert

Eine Renaissance erlebten die Perchtenkulte mit der Säkularisation und der sich ändernden Einstellung zur Volkskultur im 19. Jahrhundert, und noch einmal gegen Ende des 20. Jahrhunderts. Heute sind es vor allem örtliche Vereine, die die Tradition der Krampus- und Perchtenläufe pflegen und weitergeben.

Auch die Black Demons aus Ardagger stehen in dieser langen Tradition. Unser Verein bewahrt das Krampusbrauchtum im Mostviertel und trägt es mit Leidenschaft in die heutige Zeit.