Brauchtum
Seit unserer Gründung verfolgen wir ein Ziel: Das Krampus- und Perchtenlaufen zu erhalten, an Interessierte weiterzugeben und das Brauchtum in seiner ursprünglichen Form zu pflegen. Die Black Demons aus Ardagger stehen in einer langen Tradition, die weit über die Grenzen des Mostviertels hinaus bekannt ist.
Eine winterliche Tradition
Jedes Jahr im Advent, wenn die Nächte dunkler sind als sonst, streifen schaurige Gestalten durch die Gassen, über Felder und rund um die Häuser. Mit lauten Glocken, einer Rute in der Kraxn und dem Rossschweif in der Hand lehren sie allen das Fürchten. Die Rede ist von den Krampussen rund um den Namenstag des heiligen Nikolaus und den Schiachperchten in den Rauhnächten von der Thomasnacht bis zum 6. Jänner.
In dieser Zeit finden viele Läufe in den Orten des Alpenraums und auf den Christkindlmärkten statt – ein Brauchtum, das sich wieder großer Beliebtheit erfreut. Die schaurigen Gestalten treiben die bösen Geister des Winters aus und sorgen für Gänsehaut und Begeisterung gleichermaßen.
Regionales Brauchtum
Am 5. und 6. Dezember bringt der Nikolaus den braven Kindern Geschenke. Aber er hat seine Begleiter dabei – die Krampusse – um die nicht so artigen Kinder zu erschrecken. Diese Tradition hat in Salzburg, dem Salzkammergut und den Ostalpen tiefe Wurzeln und fand besonders im 19. Jahrhundert wieder ihren Platz im Jahreskreis.
Frau Perchta, Schiachpercht, Habergoaß, Engel, der Tod – es gibt einige überlieferte Perchtengestalten. Schon im Heidentum und im Mittelalter haben sie ihr Unwesen getrieben, besonders in den Tagen zwischen den Jahren, wenn der Mond- und der Sonnenkalender auseinanderklaffen.
Ausstattung der Krampusse und Perchten
Die Masken werden in Handarbeit aus Zirbenholz geschnitzt und entsprechend der Figur bemalt. Der Anzug besteht aus Bock- oder Schaffell. Die Glocken oder Schellen sind an einem Ledergürtel befestigt, der um den Bauch geschnallt wird. Die Hörner stammen von regionalen Tieren: beim Krampus immer ein Paar, bei den Schiachperchten mindestens zwei Paare.
Und natürlich darf die Rute nicht fehlen – auch wenn sie aus Sicherheitsgründen meist durch einen Rossschweif ersetzt wird. All das macht die geheimnisvolle und wilde Erscheinung der Krampusse und Perchten aus.
